8. Kirchen Chorkonzert in der Kath. "Heilig Dreifaltigkeit" Kirche in Neustadt
7. Kirchen-Chorkonzert am 21. März 2010 in der Ev. Kirche in Rauschenberg
7. Kirchenkonzert des Sängerkreis Wohratal
in der Stadtkirche Rauschenberg am 21. März 2010
Unterschiedlicher hätten die Musikstücke der Künstler gar nicht sein können. Es war eine Zeitreise durch die Musikwelt vom 16. Jhd bis in die Neuzeit. Salopp ausgedrückt von der Klassik zum Pop in 2 ½ Stunden. Kantor Michael Harry Poths, der an der Orgel natürlich die ganze Bandbreite aller Jahrhunderte „drauf“ hat, brillierte zu Beginn mit Fantasia G-Dur von Bach. Sein zweites Stück, „Raphael“ von Johannes Matthias Michel, für geübte Kirchengängerohren ungewöhnlich, aber nicht uninteressant. Ebenso wie das Vorspiel zum Gemeindelied „Großer Gott wir loben dich“. Die Sonate von Mendelssohn-Bartholdy war dann wieder eher „normal“.
Ebenso wie der Organist zwischen den einzelnen Chören spielte, so war es auch die Aufgabe des Musikvereins Rauschenberg den Chorgesang ein wenig zu unterbrechen. Neben neuzeitlicher Musik wie „Time to say goodbye“ konnten auch hier die Besucher außergewöhnliche Klänge hören. „Song of Adoration“ - eine gelungene Vertonung des Kirchenliedes „Lobe den Herrn“.
Besondere Aufmerksamkeit erfuhren der Kinderchor und der Junge Chor Bracht. Ihre Lieder waren besonders erfrischend und spritzig. Pfarrer Schulze Wegener, der durch das Programm führte, erläuterte immer einige Musikstücke etwas genauer, so auch das Stück „Let it shine“, gesungen vom Kirchen- und Frauenchor Rauschenberg. Sehr gefühlvoll trugen sie auch das Abendlied „All night, all day“ vor.
Und dies waren nicht die einzigen anderssprachigen Liedstücke des Abends. Englisch, Lateinisch, Afrikanisch und Deutsch – ein multikulturelles Hörerlebnis. Jeder Chor hatte etwas Besonderes im Gepäck. So überraschte der Männerchor Langendorf mit dem Spiritual „Let us break bread“. Sehr schön überzeugend vorgetragen wurde auch „Steel away“ vom Gemischten Chor Momberg und der Gemischte Chor Ernsthausen brachte uns unbekannte Klänge aus Afrika dar.
Bestimmt einer der Höhepunkte waren auch die Soli von Philipp Imhof, der am Klavier von Christoph Hohl begleitet wurde. Zum einen das gefühlvoll vorgetragene "Tonight", das wohl bekannteste Stück aus dem Musical „West Side Story“ - und zum anderen das auffordernde und heroische Stück „Battle Hymn of the Republic“. An diesem Abend war alles möglich. Ein überaus kurzweiliges Konzert, das die 100 Besucher und 150 Teilnehmer zu Gehör bekamen. Man darf gespannt auf die noch ausstehenden anderen drei Konzerte des Sängerkreises Wohratal sein.
Monika Friedrich
Sängerkreis Wohratal e.V.